Willkommen im Pressebereich der Diakonie München und Oberbayern
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Ulrike Stühmeyer-Pulfrich verantwortet seit Januar den Bereich Personal und Bildung im Vorstand der Diakonie München und Oberbayern. Für sie – aber auch für das Sozialunternehmen – ist es eine neue Rolle.
"Nach meiner Kenntnis sind wir damit eine der ersten diakonischen Organisationen, die das Thema Personal so prominent im Vorstand platziert. Ich glaube, dass wir damit eine gute Vorreiterrolle einnehmen und auch eine gewisse Strahlwirkung in das soziale Unternehmertum entfalten können", sagt Stühmeyer-Pulfrich.
Fachkräftemangel und Fürsorge-Verantwortung von Unternehmen
Eines der wichtigsten Themen, das sie schnell angehen will, sei der Fachkräftemangel. "Der Personalbedarf steigt in vielen Bereichen – etwa wegen demografischer Entwicklungen. Unser wichtigstes Ziel ist es, unsere Klient*innen zu unterstützen. Und natürlich wird es auch aus wirtschaftlicher Perspektive schwierig, wenn wir zum Beispiel Plätze in der Jugendhilfe oder in der Pflege nicht belegen können, weil qualifiziertes Personal fehlt", so Stühmeyer-Pulfrich.
Gleichzeitig betont sie die Fürsorge-Verantwortung für die vorhandenen Mitarbeiter*innen: "Da hat sich die Verantwortung der Unternehmen in den letzten Jahren deutlich verändert: Wir müssen die Belastungen ernstnehmen, die Menschen durch ihre Arbeit erfahren. Wir müssen sie entlasten und in ihrer Resilienz stärken."
Schlüsselposition von Führungskräften
Hier hätten Führungskräfte eine Schlüsselposition: "Als Führungskraft muss ich Freude daran haben, mich auf die Individualität meiner Teammitglieder einzulassen, hinschauen, in den Kontakt gehen. Ich muss auch schwierige Themen ansprechen können. Wenn ich das alles nicht kann oder auch nicht will – dann bin ich in dieser Rolle auch nicht richtig. Führungskraft zu sein, ist nicht einfach nur ein Schritt auf der Karriereleiter."
Christliches Menschenbild in der Arbeit
Stühmeyer-Pulfrich bildet mit Vorstandssprecherin Andrea Betz und Finanzvorstand Hans Rock den Vorstand der Diakonie München und Oberbayern. Die Diplom-Psychologin und Diplom-Theologin wechselte aus der freien Wirtschaft zu dem evangelischen Sozialunternehmen. "Der große Unterschied zur freien Wirtschaft liegt für mich im christlichen, im evangelischen Menschenbild. Und das ist etwas, was mir sehr wichtig ist: Als Mensch habe ich einen Wert aus mir selbst heraus. Ich muss mich nicht ständig beweisen, um bestehen zu können. Das müssen wir uns auch bei der Arbeit bewusst machen."
Die 54-Jährige erklärt: "Manchmal hadere ich deshalb mit dem Begriff 'Human Resources'. Der Mensch ist nämlich nicht nur eine Ressource. Das gilt selbstverständlich gleichermaßen für die Klient*innen: Was wir tun, das tun wir für die Menschen und für ihre Zukunft."
Diakonie München und Oberbayern gGmbH
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Die erfolgreiche AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung)-Zertifizierung erbringt denn Nachweis, dass diakonia nachweislich alle relevanten Voraussetzungen als Träger von Maßnahmen der Arbeitsförderung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch erfüllt.
Pressesprecherin